Lösung 07 · PrivatPrompt
Das Modell sieht die Aufgabe, nie die Identität
PrivatPrompt ist das Gateway zwischen Ihren Anwendungen und jedem externen Sprachmodell. Jeder API-Aufruf im Unternehmen läuft zwingend durch sie: Personen, Firmen, Adressen, Kontonummern und Kennungen werden auf Ihrer Infrastruktur durch Platzhalter ersetzt, bevor der Prompt das Haus verlässt. Die Antwort kommt zurück, wird auf die echten Werte übersetzt und auf Brauchbarkeit geprüft. Die Zuordnung verlässt Ihr Netz nie.
Die Zugangsschlüssel der Anbieter liegen nur im Gateway, die Anwendungen kennen nur das Gateway. Damit ist die Sanitisierung keine Option des Einzelnen, sondern eine Eigenschaft Ihrer Infrastruktur: die Leistung der besten Frontier-Modelle, ohne dass Kundendaten in einem fremden Rechenzentrum landen.
Neutralität der Daten · als Mechanismus, nicht als Regel
Die meisten Vorgaben zum KI-Einsatz beruhen auf Vertrauen: Mitarbeitende sollen keine Kundendaten eingeben, Entwickler sollen daran denken. PrivatPrompt ersetzt die Vorgabe durch eine Konstruktion, die vor jedem Aufruf greift. Der Fachbegriff dafür ist Prompt-Sanitisierung: Ein Prompt wird bereinigt, bevor ein Modell ihn sieht, und die Antwort wird erst nach der Rückübersetzung brauchbar. Der Baustein, der das im Aufrufpfad erzwingt, heisst in der Fachwelt KI-Gateway oder LLM-Gateway.
Sanitisierung auf eigener Infrastruktur
Personen, Firmen, Orte, Adressen, E-Mail, Telefon, IBAN, AHV-Nummer, Kreditkarte, Zugangsdaten. Schweizer Formate mit eigenen Erkennern, Kennungen mit Prüfsumme. Erkennung, Maskierung und Zuordnung bleiben in Ihrem Netz.
Zwingend, nicht fakultativ
Das Gateway spricht die üblichen Schnittstellen der Anbieter. Anwendungen, Agenten und Automationen zeigen auf sie statt auf den Anbieter, die Zugangsschlüssel liegen nur dort, der direkte Weg nach draussen ist gesperrt. Es gibt keinen Aufruf an der Sanitisierung vorbei.
Modell und Anbieter frei wählen
Je Anwendung: Frontier-Modell über die API des Anbieters, Anbieter mit Betrieb in der Schweiz oder Modell im eigenen Rechenzentrum. Ein Wechsel ändert nichts an den Anwendungen, nur die Zuordnung im Gateway.
Regelwerk je Anwendungsfall
Kundenkorrespondenz, Vertragsprüfung, Code, Freitext: Jedes Profil legt fest, wie streng maskiert wird und was nie hinausdarf. Die zurückübersetzte Antwort wird auf Passung geprüft, und das Regelwerk lernt, wann sich ein externes Modell für eine Aufgabe nicht lohnt.
Drei Zonen: Original, Stufen, Antworten
Am Arbeitsplatz zeigt die App, was das Gateway tut: links der Original-Prompt mit farbig markierten Entitäten, in der Mitte der Verlauf der Maskierungsstufen, rechts die Antworten je Durchgang. Für jeden API-Aufruf einer Anwendung steht derselbe Verlauf im Auftragsprotokoll. Jede Lockerung ist eine sichtbare, protokollierte Entscheidung.
Unternehmen A (ein Kunde) · Regel: Firma → angereichert · Herkunft: Durchgang 2 · Stufe L2Name bleibt verborgen, die Rolle wird lesbar.
- L3 · StrengAlle fünf Entitäten als Platzhalter gesendet.
- Rückfrage des Modells«Wer ist Person 1?» Passung 0.41. Schuldtyp: Firma ohne Zusammenhang.
- L2 · Firma angereichert«Unternehmen A (ein Kunde)», Person und Kennungen bleiben maskiert.
- Antwort passtPassung 0.86, Bezüge aufgelöst.
Vielen Dank für Ihre Offerte. Wir nehmen sie gerne an und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Nordwind Solutions AG. Die Rechnung senden Sie bitte an CH93 0076 2011 6238 5295 7, Rückfragen erreichen uns unter …
Sechs Schritte · einer davon ausser Haus, und der nur maskiert
Erkennung, Maskierung, Rückübersetzung und Prüfung laufen in Ihrem Netz, am Arbeitsplatz auf dem eigenen Rechner, für Anwendungen auf dem Server des Gateways. Nur die maskierte Fassung erreicht das Sprachmodell. Was es zurückgibt, wird vor der Auslieferung wieder lesbar gemacht.
So viel Maskierung wie nötig, so wenig wie möglich
Zu viel Maskierung nimmt dem Modell den Zusammenhang, zu wenig gibt Daten preis. Die Leiter löst das in Stufen: Sie beginnt streng und lockert nur den Typ, an dem die Antwort scheitert. Für Anwendungen legt das Regelwerk die Stufe je Anwendungsfall fest; am Arbeitsplatz entscheidet die Person, die den Prompt stellt, innerhalb derselben Grenzen.
Streng: alles als Platzhalter
Personen, Firmen, Orte, Adressen, E-Mail, Telefon, Kontonummern, AHV-Nummern, Kreditkarten, Zugangsdaten. Das Modell sieht Kategorie und Nummer, sonst nichts. Für viele Aufgaben reicht das bereits.
Personen und Kennungen bleiben maskiert, Firmen bekommen Zusammenhang
Firmen und Orte werden zur Gattung mit Kennbuchstabe: «Unternehmen A», «Ort B». Auf Wunsch angereichert um die Rolle aus Ihrer Wissensablage: «Unternehmen A (ein Kunde)», «Person A (Einkaufsleitung bei Unternehmen A)». Der Name bleibt verborgen, die Aufgabe wird für das Modell lösbar.
Nur noch Kennungen
E-Mail, Telefon, IBAN, AHV-Nummer, Kreditkarte, Zugangsdaten bleiben maskiert, alles andere geht im Klartext. Diese Stufe wird von der Automatik nie unterschritten. Erreicht sie keine passende Antwort, meldet das Regelwerk die Grenze und nennt die Auswege: lokal beantworten, Prompt umformulieren, oder bewusst ohne Maskierung.
Passthrough: ohne Maskierung, nach Bericht
Der Prompt geht unverändert hinaus. Für Anwendungen nur, wenn das Regelwerk es für diesen Anwendungsfall ausdrücklich erlaubt, nie auf Wunsch des Aufrufers; am Arbeitsplatz erst, nachdem das Gateway gezeigt hat, was es im Prompt erkannt hat. Gedacht für Aufgaben ohne Personenbezug: öffentliche Texte, allgemeine Fragen, Recherche mit Web-Zugriff. Web-Zugriff ist ausschliesslich hier erlaubt, eine Suchanfrage würde sonst die maskierten Angaben preisgeben.
| Fassung desselben Werts | Was das Modell sieht | Was preisgegeben wird |
|---|---|---|
| Platzhalter | ‹ORGANIZATION 1› | Nichts |
| Gattung | «Unternehmen A» | Gattung und Unterscheidbarkeit |
| Gattung mit Rolle | «Unternehmen A (ein Kunde, Maschinenbau)» | Rolle und Geschäftsbeziehung, nie der Name |
| Klartext | «Nordwind Solutions AG» | Der Wert selbst, nur wenn das Regelwerk es für diesen Typ erlaubt |
Neutralität der Daten: Voraussetzung, nicht Zusatz
Die stärksten Modelle laufen in fremden Rechenzentren. Wer sie nutzt, hat bisher mit Kundendaten bezahlt. Die Maskierung trennt Leistung und Identität, und das ist für die meisten Daten eines Unternehmens keine Option, sondern die Bedingung.
| Frontier-Modelle ohne Datenabfluss | Die Leistung der besten Modelle für Vertragsfragen, Kundenkorrespondenz und Analysen, ohne dass Namen und Kennungen das Haus verlassen. |
| Aus der Vorgabe wird ein Mechanismus | «Keine Kundendaten eingeben» ist eine Richtlinie. Eine Anwendung, die den Anbieter nur über das Gateway erreicht, ist eine Konstruktion. Sie greift auch am Freitagabend und in jedem Skript, das jemand vor zwei Jahren geschrieben hat. |
| Nachweisbar, was preisgegeben wurde | Jeder Auftrag protokolliert die tiefste gesendete Stufe und die gelockerten Typen. Nie die Werte selbst. |
| Ein Schlüssel, ein Ort | Die Zugangsschlüssel der Anbieter liegen nur im Gateway. Kein Schlüssel in Anwendungen, Skripten oder bei Mitarbeitenden, kein Schatten-Zugang, den niemand mehr kennt. Ein Anbieterwechsel ist ein Eintrag im Gateway, keine Änderung an der Anwendung. |
| Passung statt Blindflug | Eine maskierte Antwort ist nur nützlich, wenn sie zur Aufgabe passt. Die lokale Prüfung sagt, wann das nicht der Fall ist, und wann sich ein externes Modell für eine Aufgabe gar nicht lohnt. |
| Ehrliche Grenzen | Maskierung ist Pseudonymisierung, keine Anonymisierung. Branche, Ort und Grösse zusammen können ein Unternehmen erkennbar machen. Die Erkennungsquote wird gemessen, nicht versprochen; Kontonummern und Kennungen werden per Prüfsumme geprüft. |
Datenhaltung
- Erkennung
- Auf Ihrer Infrastruktur, ohne Verbindung nach draussen
- Zuordnungstabelle
- In Ihrem Netz, verschlüsselt, mit Ablauffrist; verlässt es nie
- Anbieter-Schlüssel
- Nur im Gateway, nie in Anwendungen oder bei Mitarbeitenden
- Aufträge und Antworten
- Protokoll der Preisgabe je Aufruf; Inhalte mit automatischer Löschung nach Frist
- Prüfung der Passung
- Modell in Ihrem Netz, oder maskiert über den Anbieter; nie mit Klartext
- Sprachmodell
- Wählbar je Anwendung: Frontier-Modell über die API des Anbieters, Anbieter mit Betrieb in der Schweiz, eigenes Rechenzentrum
Kein zusätzlicher Cloud-Dienst dazwischen, keine Kopie Ihrer Prompts bei einem Zwischenhändler. Der Vertrag mit dem Anbieter bleibt Ihr Vertrag.
Drei Zugänge, ein Kern
Der Kern läuft als Dienst auf Ihrer Infrastruktur. Für Anwendungen ist er das Gateway, an dem kein Weg vorbeiführt. Für Assistenten ein Werkzeug, für den Arbeitsplatz eine App.
Als Gateway im Unternehmensnetz
Anwendungen, Agenten, Automationsplattformen und Chat-Werkzeuge rufen das Gateway auf wie den Anbieter selbst, über dieselbe Schnittstelle. Das Gateway sanitisiert, ruft den Anbieter mit ihrem Schlüssel und liefert die zurückübersetzte Antwort.
- Umstellung je Anwendung: Adresse und Schlüssel, sonst nichts
- Direkte Verbindungen zum Anbieter gesperrt
- Regelwerk und Protokoll je Anwendung
In KI-Assistenten
Als Werkzeug in Assistenten, die das offene Werkzeugprotokoll MCP sprechen. Der Assistent ruft «externes Modell maskiert fragen» auf, alles Weitere läuft im Kern.
- Dieselben Werkzeuge für jeden Client
- Prüfen, Maskieren, Zurückübersetzen auch einzeln nutzbar
- Eigener Zugangsschlüssel je Client, getrennte Sichten
Am Arbeitsplatz
Text in jeder Anwendung markieren, per Dienst an PrivatPrompt übergeben, Antwort übernehmen. Die App zeigt Maskierung, Stufen und Antworten und braucht keine Systemfreigaben.
- Eigene App auf dem Rechner, auch über bestehende Abonnements
- Keine Fensterüberwachung, keine Zwischenablage-Mitlese
- Übergabe als Text, Datei oder in die Wissensablage
Als Projekt in drei Schritten
Anwendungsfälle und Datenklassen klären
Welche Anwendungen und Aufgaben gehen an externe Modelle, welche Daten dürfen in welcher Stufe hinaus, welche nie? Dazu die vertragliche Basis beim Anbieter, denn das Gateway ergänzt den Auftragsverarbeitungsvertrag, es ersetzt ihn nicht. Ergebnis: das Regelwerk je Anwendungsfall.
Gateway in Betrieb nehmen
Anbieter-Schlüssel ins Gateway, Anwendungen auf das Gateway umstellen, direkte Wege sperren. Erkennung auf Ihre Daten einstellen: Firmen aus dem Kundenbestand, Schweizer Kennungen, eigene Begriffe, die nie hinausdürfen. Prüfung an echten Texten mit gemessener Trefferquote statt Annahme.
Pilot und Ausrollen
Start mit einer Anwendung oder einem Team. Rückmeldungen schärfen Startstufe und Grenzen je Profil. Erst wenn die Prüfung der Passung mit Ihren Urteilen übereinstimmt, darf sie Antworten selbständig freigeben. Dann folgen die übrigen Anwendungen.
Das Gateway vor jedem externen Modell
Wo eine Anwendung, ein Assistent oder ein Agent ein Sprachmodell aufruft, sitzt PrivatPrompt davor: für Antwortvorschläge im Aktivitäten-Cockpit, für Protokolle aus PrivatTranscript, für den Weg zum Frontier-Modell im Zielbild der Wissensschicht. Das Modell bleibt austauschbar, die Neutralität der Daten bleibt bestehen.
Zielbild aller Lösungen →Die Kurzfassung als PDF
Das Gateway für jeden API-Aufruf, die Maskierungsleiter, der sechsstufige Ablauf mit Verarbeitungsorten, die drei Zugänge und die Datenhaltung, kompakt für die Entscheidungsvorlage.
PrivatPrompt
Das Modell sieht die Aufgabe, nie die Identität: Gateway, Leiter, Ablauf, Zugänge und Datenhaltung auf drei Seiten.
Welche Prompts mit Firmendaten verlassen bei Ihnen heute das Haus?
Im Erstgespräch zählen wir die Anwendungen, die heute direkt einen Anbieter aufrufen, und klären, welche Daten in welcher Stufe hinausdürfen. Unverbindlich und auf Augenhöhe.
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