Eine repräsentative Befragung unter 603 deutschen Unternehmen markiert eine Schwelle: Erstmals setzt eine Mehrheit KI ein. Gleichzeitig gibt der Grossteil der Anwender an, das Potenzial kaum zu nutzen, und nur wenige sehen sich als intensive Nutzer.
Aufschlussreich ist die Kostenstruktur. Infrastruktur, Datenaufbereitung und die Anbindung an bestehende Systeme werden deutlich häufiger als grosser Kostenpunkt genannt als die Lizenzkosten, die nur ein Fünftel der Anwender so einstuft. Das bestätigt, was wir aus ERP-Projekten kennen: Widersprüchliche Stammdaten und Parallellisten verhindern verlässliche Ergebnisse, unabhängig vom eingesetzten Modell.
Auffällig ist ausserdem, wo KI heute arbeitet. Kundenkontakt und Kommunikation dominieren, in Produktion und Rechnungswesen ist sie deutlich seltener. Für mittelständische Unternehmen lohnt es sich deshalb, das Budget für Datenqualität gleich mitzuplanen und den ersten Anwendungsfall bewusst in einem Kernprozess wie Beschaffung oder Service zu wählen.