Unter deutscher Koordination haben 19 EU-Mitgliedstaaten ein gemeinsames Förderprojekt für industrielle KI angemeldet. Vorgesehen sind Investitionen von über zehn Milliarden Euro in mehr als 150 Einzelvorhaben, von der Fertigung über Robotik bis zur Energie. Die operative Arbeit soll im Frühjahr 2027 beginnen.
Im Zentrum stehen nicht Sprachmodelle, sondern Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten. Wer solche Daten in gemeinsame Formate überführt, prägt die künftigen Anwendungen und die Regeln des Austauschs entlang der Lieferkette.
Die Schweiz nimmt als Nichtmitglied nicht teil. Für hiesige Zulieferer, deren Kunden in Nachbarländern sitzen, ist das Thema trotzdem relevant. Wir raten dazu, Maschinendaten mit Auftrags- und Materialinformationen zu verbinden, frühzeitig mit Schlüsselkunden über deren Datenanforderungen zu sprechen und beim Austausch auf offene Standards zu setzen.