Der Stromverbrauch von KI wird meist pro Chatanfrage angegeben, mit Werten unter einer Wattstunde. Für Agenten, die Aufgaben in viele Schritte zerlegen, greift diese Grösse zu kurz. Eine über acht Wochen protokollierte Nutzung eines Coding-Agenten kam auf rund 150 Wattstunden pro Auftrag, etwa das Sechshundertfache einer einfachen Frage.
Der Grossteil entfällt auf das wiederholte Einlesen des bisherigen Arbeitskontexts. Je länger eine Sitzung läuft, desto mehr Material verarbeitet jeder weitere Schritt. Die Zahlen sind Schätzungen mit breiter Spanne, weil die Anbieter keine Energiewerte je Recheneinheit offenlegen.
Für Unternehmen folgt daraus vor allem eine Kostenfrage, da Energie und Abrechnung denselben Einheiten folgen. Wir sehen drei einfache Stellhebel: kleinere Modelle für einfache Aufgaben, kurze Sitzungen mit frischem Neustart und die Frage nach Standort und Strommix des Anbieters.