Am 20. Oktober 2025 legte ein Fehler in der internen Namensauflösung einer einzelnen amerikanischen Rechenzentrumsregion weite Teile des Netzes lahm. Der Betreiber beschreibt in seiner Analyse eine seltene Wettlaufsituation in der Automatisierung, die eine Datenbankschnittstelle unerreichbar machte und von dort auf zahlreiche weitere Dienste durchschlug. Der Vorfall dauerte rund fünfzehn Stunden; Störungsmeldungen betrafen über tausend Angebote weltweit, auch in Europa.

Die naheliegende Reaktion, wieder alles selbst zu betreiben, greift zu kurz. Innovation, Sicherheitsaktualisierungen und KI-Funktionen kommen heute aus laufend gepflegten Diensten, und Fachleute für den sicheren Eigenbetrieb sind knapp.

Sinnvoller ist die Frage nach der Streuung: In welcher Region liegen die geschäftskritischen Daten, welche Dienste hängen an einem einzigen Anbieter, und was passiert im Betrieb, wenn dieser für einen Tag ausfällt?