Wer Unternehmensdaten im Dialog abfragt, verlagert die Anforderung nach hinten. Nicht das Sprachmodell entscheidet über die Qualität der Antwort, sondern die Frage, ob geklärt ist, was ein Begriff bedeutet. Ob Umsatz netto oder brutto zählt, ob konzerninterne Vorgänge dazugehören, welches Datum den Ausschlag gibt: Fehlen diese Festlegungen, entsteht eine gut formulierte Antwort auf unsicherer Grundlage.

In unseren Projekten zeigt sich dasselbe Muster, das auch die Marktbeobachtung beschreibt. Vorhaben scheitern selten an der Technik, sondern an uneinheitlichen Stammdaten und fehlenden Zuständigkeiten für Kennzahlen. Dieser Aufwand ist unspektakulär, planbar und die Voraussetzung für alles Weitere.

Wir empfehlen einen schmalen Einstieg. Zuerst werden die wichtigsten Kennzahlen schriftlich definiert, jeweils mit einer verantwortlichen Person. Danach wird ein einziger, im Alltag strittiger Auswertungsfall vollständig durchgezogen, von der Quelle bis zur Antwort. Erst dann stellt sich die Frage nach dem Werkzeug, und häufig deckt die vorhandene Plattform mehr ab als erwartet. Von Beginn an gehört zudem geklärt, wer eine Entscheidung verantwortet, die auf einer Modellantwort beruht.